Gemeinde Erdmannhausen

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Bücherei - 09.03.2009

Schillerhöhe - Krimilesung in der Bücherei

Mord im Literaturarchiv

Krimilesung
Oliver von Schaewen liest aus seinem Krimi "Schillerhöhe"
Letzten Samstag waren die Türen der Bücherei zu außergewöhnlicher Zeit geöffnet. Bereits um halb Acht erschienen die ersten Neugierigen zur Autorenlesung von Oliver von Schaewen. In kürzester Zeit war die Bücherei bis auf den letzten Platz gefüllt, so dass noch Sitzgelegenheiten organisiert werden mussten. Als alle zufriedenstellend untergebracht waren begann der Lokalredakteur die Lesung aus seinem Debütkrimi „Schillerhöhe“ mit der Vorstellung einiger Protagonisten. Da ist zuerst der unter Flugangst leidende Exil-Westfale Peter Struve, ein Kommissar aus Steinheim, der mit der Lösung des Falls beauftragt wird. Der Beamte mit den grauen Schläfen trifft sich im Marbacher Bootshaus mit seiner Frau, einer echten Schwäbin, die zu Struves Leidwesen bevorzugt Nudeln statt Kartoffeln kocht und in Schillers Geburtshaus arbeitet. Dann ist da noch der Praktikant Santos, der beim Marbacher Kurier arbeitet, auf die große Story hofft, sich aber einstweilen mit den Hundesteuer-Sätzen im Bottwartal zufrieden geben muss und ein Bürgermeister, der außer seinem Amt nichts mit Herbert Pötzsch gemeinsam hat.
Oliver von Schaewen gelingt eine launige Charakterisierung seiner Hauptfiguren, indem er gekonnt Lesung und Erzählung mischt und immer wieder direkten Kontakt mit dem Publikum aufbaut. Bis zur Pause waren die vielen Zuhörer auf kurzweilige Art mit den Figuren bekannt gemacht und konnten am Büchertisch der Papeterie Weiß ins Buch hineinlesen oder es sich vom Autor signieren lassen.
Weiter ging´s im Vorzimmer des deutschen Literaturarchivs. Vorgestellt wurden der Institutsleiter Herr Dollinger und seine Assistentin. Als dann das geschah worauf alle gewartet hatten, nämlich die Leiche im Keller des Archivs aufgefunden wurde, stoppte der Autor die Lesung. Wen die Geschichte interessiert, der muss schon selber weiter lesen. Wenn´s am spannendsten ist, sollte man aufhören habe man ihm geraten, so Oliver von Schaewen. Er hat sich richtig beraten lassen, die Lesung war sehr gut intoniert, die Zuhörer wurden auf lockere Art und Weise mit einbezogen und der Spannungsaufbau war gut durchdacht, so dass alle Gäste nach einem sehr unterhaltsamen Abend angeregt nach Hause gingen.




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