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Förderverein Kinderheim Zsobok e.V. - 17.12.2005

Herzlichen Dank für die vielen schönen Weihnachtspäckchen

7 Mitglieder des Fördervereins haben sich am Freitag, 9.12.2005 auf die 1.350 km lange Reise nach Zsobok gemacht. Es galt, die vom CVJM Murr und der Familie Burk gespendeten Fahrzeuge zusammen mit 250 Weihnachtspäckchen aus Freiberg, Murr und Erdmannhausen, 200 Paar Schuhen und vielen Lebensmittel nach Zsobok zu bringen. Bei guten Witterungsverhältnissen verlief die Fahrt zügig und nach 13 ½ Stunden hatten wir bereits die rumänische Grenze erreicht, wo uns zwei Mitarbeiter aus Zsobok erwarteten. Trotz der vielen Pakete konnten wir in diesem Jahr erfreulicher Weise die Grenze ohne Probleme passieren. Schwieriger gestaltete sich dann die Aufgabe, mitten in der Nacht an der Grenze eine Spedition zu finden, die die Einfuhr der beiden Fahrzeuge für uns vorbereiten konnte. Nach über 3-stündigem Bemühen gaben wir erfolglos auf und sind schließlich am Samstagmorgen um 7 Uhr etwas erschöpft in Zsobok angekommen.

Nach 2 Stunden Schlaf waren aber die Fahrtstrapazen vergessen und ein informativer Tag lag vor uns. Nach einem herzlichen Willkommen durch Prof. Molnár luden wir die vielen Weihnachtspäckchen aus den Autos aus. Die Kinder, die beim Ausladen geholfen haben, haben große Augen bekommen und sind natürlich schon ganz gespannt, welches Päckchen sie an Weihnachten bekommen werden. Da wir mehr Päckchen dabei hatten, als wir in Zsobok benötigten, fuhren 2 von uns am Samstag gleich weiter nach Baja Mare im Norden Rumäniens und erfreuten dort ein weiteres Kinderheim mit einigen Weihnachtspäck-chen. Die Überraschung dort war natürlich groß.

Der Vorstand des Fördervereins nutzte den Samstag zu einer ausgiebigen Besichtigung des Kinderheims und aller Einrichtungen in Zsobok.

Nach dem Gottesdienst am Sonntagmorgen war Zeit für einige Besuche. Am Nachmittag gab es dann das lange geplante Gespräch mit Prof. Molnár und den verantwortlichen Mitarbeitern in Zsobok, in dem es vor allem um Strukturfragen und die weitere Finanzierung des Kinderheimbetriebs ging.

Am frühen Montagmorgen starteten wir dann die Rückreise. 2 Mitarbeiter aus Zsobok begleiteten uns mit den beiden neuen Autos für die Bäckerei nochmals bis zur Grenze, wo sie nun erfreulicher Weise die Speditionsformalitäten erledigen konnten, so dass die beiden Fahrzeuge hoffentlich bald auf die Kirchengemeinde Zsobok eingeschrieben werden können.

Zur Situation in Zsobok:

Das Kinderheim hat seit Herbst wieder viele neue, vor allem auch jüngere Kinder bekom-men. Dagegen ist die Zahl der Diaspora-Kinder deutlich zurück gegangen. Die pädagogische und erzieherische Arbeit ist nach wie vor gut und der Kinderheimbetrieb läuft unseres Erachtens reibungslos. Inzwischen sind bereits einige Jugendliche aus dem Heim ausgezogen und leben nun im Immanuelhaus, wo sie versuchen, auf eigenen Beinen zu stehen. 12 Kinder studieren oder besuchen weiterführende Schulen in Klausenburg. Wir sind sehr froh, dass diese Kinder im Schlupfhaus in Klausenburg kostenlos wohnen können. Als Dankeschön erhält das Schlupfhaus hierfür Naturalien aus der Gärtnerei und Landwirtschaft des Kinderheims.

Dankbar sind die Mitarbeiter des Kinderheims über die gut erhaltenen Küchengroßgeräte und die von Heinz Andreß im Sommer neu gebauten Ablageflächen in der Küche, die sie von uns in diesem Jahr erhalten haben.

Sorgen hat momentan die Bäckerei des Kinderheims mit neuen Richtlinien im Zuge der Beitrittsvorbereitungen Rumäniens zur Europäischen Union. Hier stehen im Jahr 2006 In-vestitionen von mindestens 10.000 EUR an, damit die Bäckerei weiterhin in Betrieb bleiben kann. Wir hoffen, dass diese Investitionen zu einem großen Teil aus dem laufenden Betrieb der Bäckerei gedeckt werden können. Allerdings fehlt dieses Geld dann als Deckungsbeitrag der Bäckerei an das Kinderheim.

Zurückgehende Spenden aus dem Ausland, die Aufwertung der rumänischen Währung um 15 % sowie utopisch hohe Heizölpreise haben das Kinderheim in den letzen Monaten in eine finanziell sehr schwierige Lage gebracht.

Auf Grund zahlreicher bisher eingegangener Spenden konnten wir dem Heim jetzt zusätzlich 4.000,- EUR für den Heizölkauf zur Verfügung stellen, doch dies wird bei den strengen Wintern in Rumänien voraussichtlich nicht allzu weit reichen. Deshalb möchten wir Sie sehr herzlich bitten, hier noch etwas zu geben, sofern Ihnen dies möglich ist.

Allen Spendern und Unterstützern unserer Arbeit möchten wir auch im Namen von Prof. Molnár und seiner Frau ganz herzlich für die vielfältige Unterstützung im zu Ende gehenden Jahr danken. Mit Ihrer Hilfe und Ihrem Einsatz konnten wir für die Kinder in Zsobok wieder viel Gutes bewirken.

Ein ganz besonderes Dankeschön möchten wir noch den vielen Kindern und Familien aus Freiberg, Murr und Erdmannhausen sagen, die für die Kinder in Zsobok ein Weihnachtspäckchen gepackt haben.

Für weitere Spenden für das Kinderheim und den Kauf von Heizöl sind wir sehr dankbar.

Spendenkonto des Fördervereins: Konto 309 309 0 bei der Kreissparkasse Ludwigsburg (BLZ 604 500 50).

Sie erhalten eine Spendenbescheinigung.


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