Gemeinde Erdmannhausen

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Gemeinde - 14.09.2009

Rede zur Eröffnung des 34. Erdmannhäuser Straßenfestes

Am 12. September um Punkt 16 Uhr eröffnete Bürgermeister Lutz Schwaigert das 34. Erdmannhäuser Straßenfest mit einem Gedicht.

Auf vielfachen Wunsch wird nun das Gedicht zum Fassanstich auf unserer Homepage veröffentlicht. Ebenso wird es im Gemeindeblatt abgedruckt werden.

Wir wünschen viel Spaß damit!





Liebe Gäste, liebe Leute,

ein wundervoller Tag ist heute
Es ist ein schöner, froher Tag,

ein Tag, genau wie man ihn mag.

Wo man, vereint in froher Runde,

verbringen kann so manche Stunde.

 

Ganz herzlich grüß ich Sie, die Gäste,

beim Erdmannhäuser Straßenfeste.

Und wie es Brauch ist und auch Sitte

steh ich als Schulheiß in der Mitte

und soll mit meiner Rede Kraft

begrüßen hier die Bürgerschaft.

 

In Radio, Fernsehen, jederzeit

macht man zum Wahlkampf sich bereit.

Alleine oder auch zu zweien

sieht man die Menschen der Parteien.

Wie sie um Wählerstimmen werben

um später dann die Macht zu erben.

Von Sender zu Sender kann man schalten

überall werden Reden gehalten.

 

So dacht ich mir: das mach ich nicht

ich schreibe lieber ein Gedicht.

Statt Rede wähl ich diese Form

und bleibe außerhalb der Norm.


So saß ich denn bei mir zu Haus’

und dachte Folgendes mir aus:

Begrüßen werd ich alle Gäste

zum Erdmannhäuser Straßenfeste!

Ich werde die Helfer fleißig loben,

die hier durch Küch’ und Zelte toben.

Und, darauf freu ich mich:

am Ende kommt der Fassanstich.


Nachdem hier nun das letzte Jahr

ein Fest-loses gewesen war,

stellten wir mit Schrecken fest:

Was uns hier fehlt, das ist ein Fest!

 

Wir wollen feiern, fröhlich sein,

und dazu laden wir dann ein.

Mit neuem Logo und Elan

packten wir die Planung an.

 

Mit all den Menschen und Vereinen

wird das doch was, sollte man meinen

Auf uns’ren Straßen und den Gassen

da kann man sich’s doch gut gehen lassen.

Aus Firmen, Gruppen und Geschäften

kamen Ideen und die besten

davon kann ein jeder sehn

und heute durch die Straßen gehn.

 

Erdmannhausen feiert dieses Fest
und zeigt, dass es sich feiern lässt.
Es ist die Nr 34!
Und alle waren wieder fleißig,
ein „Saug’schäft“ das ist so ein Fest,
viel Arbeit, bis sich's feiern lässt.
Doch viele Leute halfen mit,
damit das Fest ein Knüller wird.

Vereine, Helfer und noch mehr
richteten den Ortskern her.
Denn viele Männer und auch Frauen,

die sah man Buden, Zelte bauen.

und dann, zur Freude und Entzücken,

sie auch zu zieren und schmücken.
Für all die Arbeit, Tag und Nacht,

für alles, was ihr habt gemacht,

Ein Dank an alle sei gerufen
die hier ein Fest für uns erschufen.
 

Mit dem Wetter ham wir Glück

denn auch der Petrus, der macht mit!

Es macht für uns, der gute Mann,

mit dem Klima, was er kann.

Trocken ist es und gar heiter,

Gut so Petrus, mach so weiter!

 

 


Drum sind ja auch die vielen Leute
aus fern und nah gekommen heute
zu unserem Fest nach Erdmannhausen

um mit zu feiern und zu schmausen.

Nun ist´s für einen Dichter mit den Namen

eines der ganz, ganz großen Dramen.

Denn nie ham sie die richtge Länge

fürs Versmaß oder für die Klänge.

Da saß ich dann ganz oft daheim

und wartete auf einen Reim.

Der dann nicht kam. Sie kennen das:

So macht das Dichten keinen Spaß.


Trotzdem grüß ich die Ehrengäste
geladen zu dem Straßenfeste
in Reimform, auch wenn’s manchmal holpert
und man von Reim zu Reim nur stolpert.


Gekommen aus Berlin zu meiner Freude

Eberhard Gienger und Harald Leibrecht – Sie kennen beide!


Aus Stuttgarts Landtag – vor Freud ich lach
Christine Rudolf und Manfred Hollenbach.

Den Kreistag vertreten bei dieser Feier
Frau Barbara Bader und Horst Stegmaier

Besonders begrüß ich einen Straßenfestkenner,
unseren Ehrenbürger mit Frau: den Siegfried Menner

Vergessen hätt’ ich - Scheibenkleister
fast die Kollegen Bürgermeister.
Euch Nachbarn, ob aus nah, ob fern
begrüße ich doch immer gern!

Thomas Rosner kommt aus Steinheim,
Klaus Warthon ist in Benningen daheim.
Steffen Döttinger kommt aus Affalterbach

…. hier war ich für den Reim zu schwach.

 

Von den Kirchen begrüß ich noch rasch

Herrn Pfarrer und Frau Pfarrerin Jasch.

Und Pfarrer Gramer will ich nicht vergessen,

denn das wäre ja schon arg vermessen.

 

Und auch Menschen, die so manche Nacht

im Rathaus haben zugebracht,

um dort zu sitzen und zu tagen

und auch nicht nach der Zeit zu fragen,

seien begrüßt da man sie kennt

als das Gemeindeparlament.

Männer und Frauen sind`s, der Tat.
Die Damen und Herren vom Gemeinderat


 

Doch noch mehr Gäste will ich nennen,

wo oft sie nicht die Namen kennen.

Menschen, die oft Tag für Tag

und was auch immer kommen mag,

dem Rathaus treu zu Seite stehen

und mit uns durch die Arbeit gehen.

Ich kann sie gar nicht alle nennen,

doch sind wir froh, dass wir sie kennen!

Aus Firmen, Behörden und Büros:

Ich ruf euch zu: Ihr seid famos!

 

Sie alle arbeiten zum Wohl von allen
Drum darf jetzt hier Applaus erschallen!

Heut müsst ihr nicht in Ämtern sitzen

und über Aktenordnern schwitzen,

heut müsst ihr keine Reden halten

oder Verwaltungen verwalten.

Heut dürft ihr feiern, fröhlich sein

und dazu lad ich herzlich ein.

Seid willkommen hier beim Fest

wo jeder es sich gut gehen lässt!


 

Eins Bitt’ ich, wie in jedem Jahr,

um Rücksicht, denn grad das ist wahr:

der eine feiert spät bei Nacht

der and’re liegt im Bett - und wacht!

Er kann nicht schlafen, weil’s so laut

ist wenn man auf die Bierbank haut.

 

Für all die Menschen, die hier wohnen:

wir wollen ihre Nerven schonen.

Wir wollen nicht, dass wer versauert

weil hier ein Fest so fröhlich dauert.

Auch für die Menschen die hier wohnen

und nächtens schlafen, soll’s sich lohnen,

dass hier zu vorgerückter Stunde

die Gäste sind in froher Runde.
Wir feiern hier in ihrer Mitte

und darum sag ich diese Bitte.

Am Sonntagmorgen gibt es dann auch,

ich denke, einen schönen Brauch.

Die Kirchen, im freundschaftlichen Verein,

laden zum ökumenischen Gottesdienste ein.



Nun lade ich noch herzlich ein

ins Festzelt vom Musikverein.

Am Montagmittag wird es voll

beim Seniorenkaffee, der wird toll!
 

Wir wollen dann auch nicht vergessen

die Livemusik - und tolles Essen!

Wir Erdmannhäuser wissen halt

wie g´feiert wird, mit Jung und Alt!

 

Zum Ende kommt nun mein Gedicht

denn zu lang reden wollt ich nicht.

Doch jetzt darf ich noch nicht ausruhn,

den Fassanstich will ich noch tun

 

Zwar gibt’s auch Wein aus hies’ger Lage

der lecker ist, dass niemand klage!

Auch Cola, Sprudel und noch mehr

brachten fleiß´ge Hände her,

und drüben brutzelt auf dem Grill

was jung und alt hier essen will.

 

Jedoch der Brauch, das wissen wir,

der wartet auf ein Fass mit Bier


 

Dort steht geschmückt das große Fass,

befüllt mit jenem guten Nass.

Im Überflusse soll es fließen,

so dass wir hier das Fest genießen.

 

Doch leider ist das Fass noch zu

und wartet drauf dass ich jetzt tu

des Bürgermeisters erste Pflicht.

Denn diese ist verwalten nicht,

es ist nicht regeln und regieren,

auch nicht die Ämter dirigieren.

 

Die Pflicht, und diese macht mir Spaß,

ist, dass ich aufmach` dieses Fass.

Dass ich ihm nun zu Leibe rück

und einen Hahn ins Spundloch drück.

Und damit hier für alle Gäste

eröffne unser frohes Feste.

 

Sie alle warten! Und so schreite ich

zum Erdmannhäuser Fassanstich!

Es braucht nur Hammer, Hahn und Schurz

und dann ein Schlag, gezielt und kurz.

Dann fließt das Bier!

So feiern wir!

 

 


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