Gemeinde Erdmannhausen

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Gemeinde - 28.05.2004

Bürgermeister Menner feierlich verabschiedet

Mehr als 700 Gäste waren in die Halle auf der Schray gekommen, um Abschied von ihrem Bürgermeister Menner zu nehmen.
Mehr als 700 Gäste waren in die Halle auf der Schray gekommen, um Abschied von ihrem Bürgermeister Menner zu nehmen.
Aus der Hand seines Stellvertreters, Gemeinderat Horst Stegmaier, erhält Bürgermeister Siegfried Menner den Ehrenbürgerbrief sowie das Abschiedsgeschenk der Gemeinde, einen PC
Aus der Hand seines Stellvertreters, Gemeinderat Horst Stegmaier, erhält Bürgermeister Siegfried Menner den Ehrenbürgerbrief sowie das Abschiedsgeschenk der Gemeinde, einen PC
Landrat Dr. Rainer Haas verabschiedet Bürgermeister Siegfried Menner in den Ruhestand
Landrat Dr. Rainer Haas verabschiedet Bürgermeister Siegfried Menner in den Ruhestand
Der von Bürgermeister Siegfried Menner lange gewünschte Auftritt der
Der von Bürgermeister Siegfried Menner lange gewünschte Auftritt der "Flippers" als die Überraschung am Ende des Verabschiedungsfestes (Gemeinderäte Franz Pilhartz, Werner Unger und Alfred Ziegler)
"Time to say good-bye" - Claudia Stefke-Leuser und Rüdiger Knöß mit Bürgermeister Siegfried Menner
Mehr als 700 Gäste waren in die Halle auf der Schray gekommen, um Abschied von ihrem Bürgermeister Siegfried Menner zu nehmen und als am Ende eines feierlichen und bewegenden Abends „Time to say goodbay“ – gesungen von Sopranistin Claudia Stefke-Leuser und Tenor Rüdiger Knöß – erklang, standen vielen Tränen in den Augen.

Nach 32 Jahren endet am 31.05.04 die Tätigkeit von Siegfried Menner als Bürgermeister der Gemeinde Erdmannhausen. Der stellvertretende Bürgermeister, Gemeinderat Horst Stegmaier, betonte, dass Erdmannhausen das Lebenswerk von Siegfried Menner ist. Während seiner Amtszeit sei eine hervorragende Infrastruktur aufgebaut worden, ohne Schulden zu hinterlassen.

Wie ein treusorgender Familienvater habe Siegfried Menner stets darauf geachtet, erst dann zu investieren, wenn die Finanzierung gesichert war. Frühzeitig habe er auch Naturschutzmaßnahmen veranlasst, lange bevor es dafür „Ökopunkte“ gab. Verständnis für die Sorgen und Nöte seiner Erdmannhäuser habe den sehr persönlichen und partnerschaftlichen Führungsstil von Siegfried Menner ausgezeichnet.

In Würdigung seiner Verdienste ernannte der Gemeinderat Siegfried Menner zum Ehrenbürger der Gemeinde Erdmannhausen. Eine Anerkennung, die in Erdmannhausen bisher nur zweimal verliehen worden ist: an Johanna Franziska Reichenbach, Schwester des damaligen Pfarrers der Gemeinde und der Malerin und Schillerporträtistin Ludovike Simanowiz (1777 bis 1864) sowie an den hochgeschätzten Schultheißen Hermann Pfähler (1881 bis 1915).

Landrat Dr. Rainer Haas betonte, er habe bei seinen Besuchen in der Gemeinde immer wieder die ungewöhnliche Zuneigung und das große Vertrauen erleben können, das die Erdmannhäuser ihrem Schultes hätten zukommen lassen. „Sie sind ein Schultes, wie er im Buche steht: mit Herz und einem stets offenen Ohr für die Men-schen in der Gemeinde. Dass Sie abdanken, ist nicht nur für Erdmannhausen schmerzlich - auch ich bedauere, einen Partner zu verlieren, mit dem die Zusam-menarbeit immer erfreulich war.“

Das nicht einfache Amt des Bürgermeisters erfordere großen Sachverstand und Tatkraft. Beides habe Bürgermeister Menner ausgezeichnet, führte Kultusministerin Dr. Annette Schavan in ihrem Grußwort aus. Siegfried Menner habe es dabei immer geschafft, seine Arbeit mit Leichtigkeit, Fröhlichkeit und Zuversicht auszuüben.

Die Pfarrer Reinhard Jasch, Dr. Wolfgang Gramer und Reinhard Gebauer würdigten Siegfried Menner auf humorvolle Weise und setzten ihm und seiner Frau Herta Menner die Königskrone auf.

Für die Astrid Lindgren Grundschule bedankte sich Rektorin Marita Schubert für die gute Zusammenarbeit mit dem Schultes und Reiner Holzwarth sprach den Dank der örtlichen Vereine aus.

Bürgermeisterkollege Manfred Hollenbach sprach für die Schulteskollegen, deren Berufsstand Siegfried Menner auf herausragende Weise vertreten habe.

Der Tag des Abschieds sei gekommen und er wolle allen Danken, die ihn bei seiner Tätigkeit als Bürgermeister der Gemeinde Erdmannhausen unterstützt hätten, führte Bürgermeister Siegfried Menner aus. Er sei sich sehr wohl bewusst, dass das Amt des Bürgermeisters ein Amt auf Zeit ist. Gleichwohl wolle er nicht verhehlen, dass bei ihm ein gehöriges Maß Wehmut mitschwinge, denn so leicht streife man ein Amt nicht ab, das man aufgrund des Vertrauens vieler Bürgerinnen und Bürger 32 Jahre gerne ausgeübt habe.

Im Jahr 2016 werde Erdmannhausen die 1.200 Jahrfeier begehen können. Gemessen an dieser Zeit seien 32 Bürgermeisterjahre im Gemeindeleben eine kurze Zeit. Es freue ihn aber sehr, dass er von 1972 bis 2004 am Geschichtsbuch der Gemeinde Erdmannhausen mitschreiben durfte.

Vieles habe sich in dieser Zeit getan und verändert. Er hoffe, dass man später einmal von überwiegend positiven Veränderungen und Entwicklungen rede. Das Erreichte sei natürlich nicht das Werk eines Einzelnen sondern eine Gemeinschaftsleistung, die nur durch ein sehr gutes, tatkräftiges Zusammenwirken vieler am Ort möglich wurde.

Ein besonderer Dank gilt dem Landfrauenverein, der die Halle auf der Schray festlich geschmückt hatte, der Freiwilligen Feuerwehr für die Bewirtung der Festgäste, dem Schulchor der Astrid-Lindgren-Schule sowie den Künstlern Prof. Wolfgang Bauer (Trompete), Benedetta Costantini Betz (Violine), Eberhard Leuser und Dr. Wolfgang Gramer (Flügel), Claudia Stefke-Leuser (Sopran) und Rüdiger Knöß (Tenor) für die musikalische Umrahmung des Abschiedsfestes.


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